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Ein Prozent weniger Auszubildende in Nordrhein-Westfalen
Ein Prozent weniger Auszubildende in Nordrhein-Westfalen
Düsseldorf (IT.NRW). Ende 2009 befanden sich in Nordrhein-Westfalen insgesamt 338 482 junge Menschen in der dualen Ausbildung. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, waren das 0,9 Prozent weniger als ein Jahr zuvor (damals: 341 708). Die Zahl der ausländischen Auszubildenden lag mit 18 195 um 4,2 Prozent über dem Vorjahresergebnis (17 458).
Die Zahl der männlichen Auszubildenden war mit 205 893 um 1,5 Prozent niedriger als Ende 2008; diejenige der weiblichen Azubis lag mit 132 589 etwa auf Vorjahresniveau. Damit sind knapp vier von zehn Auszubildenden weiblichen Geschlechts.
Im Ausbildungsbereich „Industrie, Handel, Banken, Versicherungen, Gast- und Verkehrsgewerbe“ sank die Zahl der Auszubildenden gegenüber dem Vorjahr um 1,2 Prozent auf 196 440. Auch im Handwerk (96 826; −1,3 Prozent), im öffentlichen Dienst (7 109; −0,4 Prozent) und im Bereich der Hauswirtschaft (2 091; −4,6 Prozent) war die Zahl der Azubis niedriger als ein Jahr zuvor. Bei den Freiberuflern, zu denen u. a. Ärzte, Apotheker, Rechtsanwälte, Notare und Steuerberater gehören, erhöhte sich die Zahl der Auszubildenden um 1,4 Prozent auf 28 293 und in landwirtschaftlichen Betrieben, die seit 2004 wieder mehr ausbilden, war ebenfalls eine Steigerung um 0,9 Prozent auf nunmehr 7 723 Auszubildende zu verzeichnen.
| Merkmal | Auszubildende und neu abgeschlossene Ausbildungsverträge in Nordrhein-Westfalen |
||||
|---|---|---|---|---|---|
| 1995 | 2000 | 2005 | 2008 | 2009 | |
| Auszubildende (jeweils am 31. Dezember) | |||||
| männlich | 190 150 | 204 093 | 188 597 | 209 124 | 205 893 |
| weiblich | 121 959 | 138 127 | 123 079 | 132 584 | 132 589 |
| insgesamt | 312 109 | 342 220 | 311 676 | 341 708 | 338 482 |
| Neu abgeschlossene Ausbildungsverträge (im Jahr) | |||||
| insgesamt | 112 904 | 126 634 | 111 348 | 127 445 | 120 668 |
120 668 Ausbildungsverträge wurden 2009 in NRW neu abgeschlossenen. Das waren 5,3 Prozent weniger als im Vorjahr. Vom Rückgang waren junge Männer (−6,5 Prozent) stärker betroffen als weibliche Azubis (−3,6 Prozent). (IT.NRW)
(092 / 10) Düsseldorf, den 10. Juni 2010
Auftragseingang im Maschinenbau April 2010
Auftragseingang im Maschinenbau April 2010
Der Auftragseingang im deutschen Maschinen- und Anlagenbau lag im April 2010 um real 36% über dem Ergebnis des Vorjahres. Das teilte der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) mit. Das Inlandsgeschäft stieg um 36%. Bei der Auslandsnachfrage gab es ein Plus von 37% im Vergleich zum Vorjahresniveau. In dem von kurzfristigen Schwankungen weniger beeinflussten Dreimonatsvergleich Februar bis April 2010 ergibt sich insgesamt ein Plus von 27% im Vorjahresvergleich, bei den Inlandsaufträgen ein Plus von 26% und bei den Auslandsaufträgen ein Plus von 28%. "Im April setzten die Auftragseingänge des deutschen Maschinen- und Anlagenbaus ihren Wachstumskurs unbeirrt fort. Das mit 36 Prozent nochmals höhere Plus ist zum einen der unveränderten Wachstumsdynamik, zum anderen dem ausgesprochen niedrigen Auftragsvolumen im April 2009 zu verdanken", kommentierte VDMA Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers das Ergebnis.
VDMA e.V.
www.vdma.org
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*integriertes Lernen
Lebenslanges Lernen
Am 1. Januar 2007 ist das Aktionsprogramm für lebenslanges Lernen (PLL) gestartet. Mit
einem Budget von fast sieben Milliarden Euro wird dieses neue europäische Bildungsprogramm
von 2007 bis 2013 den europäischen Austausch von Lehrenden und Lernenden aller Altersstufen sowie die Zusammenarbeit
von Bildungseinrichtungen fördern. In Deutschland ist die Nationale Agentur Bildung
für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung (NA beim BIBB) mit der Durchführung
der Einzelprogramme LEONARDO DA VINCI und GRUNDTVIG beauftragt.
Das Programm für lebenslanges Lernen bringt die bisherigen Programme SOKRATES
und LEONARDO DA VINCI unter einem gemeinsamen Dach zusammen und führt diese in den
Einzelprogrammen COMENIUS (Schulbildung), ERASMUS (Hochschulbildung), LEONARDO DA
VINCI (Berufsbildung) und GRUNDTVIG (Erwachsenenbildung) weiter.
Spätestens seit der Tagung des Europäischen Rates von Lissabon im Jahr 2000 und der im Kontext der Bologna- und
Kopenhagen-Prozesse stehenden politischen Entwicklungen nimmt die allgemeine und berufliche Bildung beim Aufbau
einer wettbewerbsfähigen Wissensgesellschaft in Europa eine immer wichtigere Stellung ein. Um die Herausforderungen
der Internationalisierung, insbesondere aber die des demographischen Wandels besser bewältigen zu können,
müssen die Systeme der allgemeinen und beruflichen Bildung stärker in den Kontext
des lebenslangen Lernens eingebunden werden. Dafür sind erhebliche Investitionen
in die Humanressourcen, in die Vermittlung von Grundqualifikationen sowie in die Instrumente zur
verbesserten Transparenz von Qualifikationen und Berufsabschlüssen nötig.
Das Programm für lebenslanges Lernen soll die politischen Prozesse und deren Umsetzung unterstützen. Es
ermöglicht aber auch ganz konkrete europäische Kooperationen im Bildungsbereich.
Stärker als zuvor zielt das neue Programm auf den Transfer europäischer Erfahrungen in die nationalen Bildungssysteme
ab. Breitere Umsetzung und Nachhaltigkeit der Projekte und Maßnahmen werden eine wesentlich größere Rolle spielen
und ihren Anteil zur Modernisierung der europäischen Bildungs- und Berufsbildungssysteme beitragen.
Weiterbildung Älterer Beschäftigter
Weiterbildung älterer Beschäftigter- berufliche Perspektiven und Lernanreize schaffen
Der demografische Wandel und die Verlängerung der Lebensarbeitszeit führen zu einer Zu-nahme älterer Beschäftigter in den Unternehmen. Gleichzeitig erfordern technologische und strukturelle Veränderungen in der Arbeitswelt kontinuierliches Lernen, um den wachsenden Anforderungen stand zu halten. Aktuelle Auswertungen des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) belegen für Deutschland im Vergleich zu 26 europäischen Ländern eine unterdurchschnittliche Teilnahmequote älterer Beschäftigter.
Die Weiterbildungsbeteiligung Älterer wurde europaweit erstmalig im Rahmen des Continuing Vocational Training Survey (CVTS3) im Jahr 2006 ermittelt. Demnach hat durchschnittlich ein Viertel aller Beschäftigten, die 55 Jahre und älter sind, Weiterbildungskurse besucht. Spitzenreiter ist die Tschechische Republik mit einer Teilnahmequote von 54 Prozent. Deutschland und Österreich nehmen im europäischen Ranking mit einer Teilnahmequote von 21 Prozent den 16. Platz ein und liegen damit hinter allen Ländern Nord- und Westeuropas (siehe Abbildung).
Wie kommt es zu der relativ geringen Weiterbildungsbeteiligung Älterer in Deutschland und welche Konzepte gibt es in den Unternehmen, um dem zu begegnen? In dem BIBB-Forschungsprojekt "Weiterbildungskonzepte für das spätere Erwerbsleben (WeisE)" wurden Personalverantwortliche in Unternehmen nach Weiterbildungsangeboten für ältere Beschäftigte befragt.
Die Ergebnisse verdeutlichen, dass spezielle Weiterbildungsangebote für Ältere nur in Ausnahmefällen sinnvoll sind. Dazu gehören z.B. Seminare oder Workshops zu Themen wie Altersteilzeit oder Vorruhestand oder solche, in denen es um einen generationsspezifischen Nachholbedarf, wie z.B. bei den IuK-Technologien, geht. Altersgruppenbezogene Maßnahmen bieten sich auch im Rahmen der Personalentwicklung an.
Sehr viel wichtiger als spezielle didaktisch gestaltete Bildungsangebote für Ältere ist hingegen eine kontinuierliche Weiterbildung über den gesamten Berufsverlauf. Dies setzt eine entsprechende Beschäftigungspolitik sowie eine lernfreundliche Arbeitsorganisation und -gestaltung in den Betrieben voraus. Kontinuierliches Lernen ist dort möglich, wo
- ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in innovativen Beschäftigungsbereichen tätig sind
- eine Lernkultur existiert, die Lernen während des gesamten Berufsverlaufs zur Selbstverständlichkeit macht und
- ältere Beschäftigte davon überzeugt sind, dass ihre Expertise gefragt ist.
Durch eine veränderte betriebliche Lernkultur könnten somit die Voraussetzungen geschaffen werden, damit ältere Beschäftigte verstärkt von Weiterbildungsangeboten profitieren.
Ergebnisse der aktuellen CVTS3-Auswertungen sowie neue wissenschaftliche Erkenntnisse zu den Potenzialen, zum Lernen und zur Weiterbildung Älterer werden im Rahmen der BIBB-Fachtagung "Weiterbildung älterer Beschäftigter - Konzepte und Handlungsfelder" am 3. und 4. September 2008 in Bonn vorgestellt und diskutiert.
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