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Bildungsbericht 2008

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Weiterbildungsbeteiligung stagniert.

Die im Bildungsbericht 2006 konstatierte Diskrepanz zwischen einer intensiven öffentlichen Rhetorik zum lebenslangen Lernen und der tatsächlichen Beteiligung der Bevölkerung an allgemeiner und beruflicher Weiterbildung hat sich auch im neuen Berichtszeitraum nicht aufgelöst. Insbesondere die schwache Beteiligung gering qualifizierter Bevölkerungsgruppen wie auch älterer Menschen bedarf der verstärkten Aufmerksamkeit.

Der „Output“ des Bildungssystems im Sinne der gemessenen Kompetenzen und erreichten Zertifikate hat sich seit 2000/01 an verschiedenen Stellen verbessert. Dies betrifft einige
Ergebnisse aus internationalen Schulleistungsvergleichen sowie die Studienberechtigungen und die Studienabschlüsse. Auch das berufliche Bildungssystem – dual und vollzeitschulisch
– ist im internationalen Vergleich nach wie vor erfolgreich. Die Abschlussquoten bleiben jedoch insgesamt unter den Zielmarken, das Alter beim Erwerb von Abschlüssen ist relativ
hoch, und an der Problematik der Schulabgängerinnen und -abgänger ohne Hauptschulabschluss hat sich nichts geändert.

  • Durchschnittliches Kompetenzniveau im Schulalter gestiegen. Die Leistungen 15-jähriger Schülerinnen und Schüler sind in den Bereichen Mathematik und Naturwissenschaften zwischen 2000 und 2006 angestiegen. Während bei den Viertklässlern die Lesekompetenz anstieg, zeigt sich bei den 15-Jährigen in diesem Kompetenzbereich keine Veränderung.
  • Zahl der Schulabgänger ohne Hauptschulabschluss unverändert hoch. 2006 haben rund 76.000 Schülerinnen und Schüler die Schule verlassen, ohne zumindest über einen Hauptschulabschluss zu verfügen. Vielfach wird der Hauptschulabschluss nachgeholt, aber im Alter von 18 bis unter 25 Jahren haben 2,4% immer noch keinen Abschluss und befinden sich nicht mehr im Bildungssystem; dieser Wert hat sich seit 2000 sogar leicht erhöht. Abgängerinnen und Abgänger ohne Hauptschulabschluss aus allgemeinbildenden Schulen 2006 nach Ländern (in % der 15- bis unter 17-Jährigen)
  • Abschlüsse des Sekundarbereichs II insgesamt zu spät erreicht. Die EU betrachtet einen Abschluss des Sekundarbereichs II – in Deutschland also abgeschlossene Berufsausbildung, Hoch- oder Fachhochschulreife – als Mindestqualifikation für den Erfolg am Arbeitsmarkt
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